• Chronic Care Congress
    12. bis 13. Juni 2019
  • Chronic Care Congress
    12. bis 13. Juni 2019
Mi 12. Jun

16:15 Uhr - 17:45 Uhr

1.6 Chronic Care in der Region: Neue Wege der Versorgung in ländlichen und städtischen Räumen

Chronic Care bezeichnet eine ganzheitlich gesteuerte Versorgung, die mit Gesundheitsförderung und Prävention verschränkt ist. Chronic Care hat hierbei Lebensumstände, soziale Teilhabe und persönliche Ressourcen chronisch Kranker ebenso im Blick wie öffentliche und gemeinschaftliche Ressourcen (also von Schulen und Betrieben, Verbänden und Netzwerken u.a.).

Wenn alles dies richtig ist, dann gilt: Chronic Care kann nur in dem Maße funktionieren, wie das Fall- und Krankheitsmanagement in regionale Arbeits- und Lebenswelten eingebettet ist. Das Problem: Der regionale Raum spielt im deutschen Gesundheitssystem bislang keine sonderlich ausgeprägte Rolle. Dies verdeutlichen nicht zuletzt die Versorgungsprobleme in ländlichen, aber auch in strukturschwachen urbanen Räumen.

Das Forum beschäftigt sich mit regionalisierten Ansätzen von Chronic Care, wirft hierzu einen Blick auf Konzepte anderer Länder und wendet sich verschiedenen Ansätzen hierzulande zu:

  • Zunächst wird das PORT-Programm der Robert-Bosch-Stiftung vorgestellt, dessen Fokus auf regionalen Gesundheitszentren zur Primär- und Langzeitversorgung liegt. Damit konzeptionell verbunden ist der Ansatz der Community Health Nurses, den die Universität Witten/Herdecke mit einem eigenen Studiengang verfolgt.
  • Die Optimedis AG nimmt mit den im Kinzigtal und in Hamburg-Billstedt/Horn betreuten Modellen eine Vorreiterrolle ein. Es geht um die Steuerung von Versorgungsprozessen in regionalen Netzwerken, die sich insbesondere an der lokalen Versorgung chronisch Kranker festmacht.
  • Eine derartige Rolle nimmt die Knappschaft als Krankenversicherung schon seit 1999 mit ihrem sektorübergreifenden und hausarztgesteuerten prosper-Konzept ein, das heute deutschlandweit in acht verschiedenen regionalen Netzen praktiziert wird.

Eine stärkere Regionalisierung von Chronic Care sollte eine nachhaltigere Unterstützung und Partizipation der Patienten ermöglichen – vor allem an der Schnittstelle von medizinischer Versorgung und sozialer Teilhabe. Wie sich die Beteiligung der Gesundheitsselbsthilfe in örtlichen Versorgungsstrukturen heute darstellt und in welcher Richtung sie auszubauen ist, wird im Forum eine besondere Rolle spielen.

Eröffnungsvortrag

  • Dr. Bernadette Klapper, Bereichsleiterin Gesundheit der Robert-Bosch-Stiftung, Stuttgart

Weitere Vorträge und Statements

  • Dr. h.c. Helmut Hildebrandt, Vorstandsvorsitzender der OptiMedis AG, Hamburg
  • Frank Kutscher, Dezernent Versorgungsmanagement der Knappschaft, Bochum
  • Dr. Volker Runge, Sprecher der Gesundheitsselbsthilfe NRW
  • Prof. Dr. Wilfried Schnepp, Lehrstuhl für familienorientierte und gemeindenahe Pflege, Department für Pflegewissenschaft, Universität Witten/Herdecke

Moderation:

  • Prof. Dr. Heike Köckler, Dekanin Department of Community Health, Lehrstuhl für Sozialraum und Gesundheit, hsg Bochum – Hochschule für Gesundheit

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