• Chronic Care Congress
    12. bis 13. Juni 2019
  • Chronic Care Congress
    12. bis 13. Juni 2019
Mi 12. Jun

14:00 Uhr - 15:30 Uhr

1.2 Von Schnittstellen zu Schnittmengen: Interprofessionelle Kooperation im Chronic Care System

Themenstellung:
Die bessere Zusammenarbeit und Verschränkung zwischen den Gesundheitsberufen ist eine übergreifende Herausforderung für das Gesundheitswesen. Nirgendwo ist diese Herausforderung größer als in der Versorgung chronisch kranker Menschen, wo interprofessionelle Kooperation langfristig ausgerichtet und mit ganzheitlichem Blick auf die Patienten und ihre Lebensumstände erfolgen muss.

Das Motto des Forums lautet „Von Schnittstellen zu Schnittmengen“. Die übergreifende Fragestellung mehrerer Gesprächsrunden lautet: Wo und wie sollten Schnittmengen zwischen den Professionen vergrößert und besser ausgestaltet werden?

Man kann es zunächst einmal so sehen, dass an den Schnittstellen die Zuständigkeit der einen Profession aufhört und die der anderen beginnt. Für die Zukunft von Chronic Care dürften aber – so die These – die Schnittmengen zwischen den Professionen immer wichtiger werden: d.h. Versorgungssituationen und Versorgungsabschnitte, in denen jeweils Sicht- und Herangehensweisen, Einschätzungen und Expertisen verschiedener Professionen gemeinsam zur Geltung kommen sollten. Unterstellt wird dabei, dass es sämtlichen Professionen um einen möglichst ganzheitlichen Bezug zum chronisch kranken Patienten geht.

Motto und Fragestellung des Forums berühren zum einen Rollenverständnisse, zum anderen Regelwerke:

  • Wir wollen darüber sprechen, wie die einzelnen Berufsgruppen ihre Rolle in der Versorgung chronisch kranker Menschen verstehen und welches Verständnis sie von der Rolle der jeweils anderen Berufsgruppen haben. Dieser wechselseitige Blick ist wichtig, wenn man klassische Rollenverständnisse in der Perspektive von Chronic Care gemeinsam hinterfragen will.
  • Dies könnte auch helfen, gemeinsam die Regelwerke für die Gesundheitsversorgung und die soziale Teilhabe chronisch Kranker auf den Prüfstand zu stellen. Möglicherweise behindern vorhandene Regelwerke ein neues Rollenverständnis, möglicherweise sind die Gesundheitsberufe aber auch in ihrem wechselseitigen Verständnis vielfach schon weiter als die Regelwerke.

Den Schnittmengen zwischen den Gesundheitsberufen wollen wir in mehreren Gesprächsrunden nachgehen und hoffen, trotz der knappen Zeit gemeinsame Stoßrichtungen für ein künftiges Chronic Care Management eingrenzen zu können. Schwerpunkte der Gesprächsrunden sind die Zusammenarbeit in

  • Anamnese, Diagnostik und Assessment
  • der therapeutischen Versorgung (inkl. Therapieplanung)
  • Case Management und Patientenbetreuung

Diskussion:

  • Mechthild Greive, Mitglied des Vorstands der Psychotherapeutenkammer NRW
  • Hannelore König, 1. Vorsitzende des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V.
  • Silvia Raffel, Mitglied des Vorstands des Deutscher Berufsverbandes für Pflegeberufe – Nordwest e.V.
  • Brigitte Heine-Goldammer, Beauftragte des Vorstandes des Bundesverbandes selbstständiger Physiotherapeuten — IFK e. V.
  • Dr. med. Ludwig Kalthoff, 1.Vorsitzender des  Bundesverbandes Deutscher Rheumatologen e.V.
  • Dr. med. Arne Meinshausen, Geschäftsführer der Ärztlichen Qualitätsgemeinschaft Witten (ÄQW), Hausarzt in einer familienmedizinischen Gemeinschaftspraxis
  • Dr. rer. medic. Ingo Neupert, Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e.V., Abteilungsleitung Sozialdienst, Universitätsklinikum Essen

Moderation:

  • Prof. Dr. Christian Grüneberg, hsg Bochum – Hochschule für Gesundheit, Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften, Vorsitzender des Interprofessionelle Gesundheitszentrums InGe
  • Dr. Sabine Schipper, Geschäftsführerin der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft Landesverband NRW e.V.

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